Fünf Jahrhunderte
Geschichte.
Vom Zollhaus zum
Goldenen Löwen
Laut mündlicher Überlieferung stand hier einst eine Zollstation für die Gerichtsherrschaft Enn. 1530 ist am Ort erstmals ein Wirtshaus bezeugt – als Pächter wird der Kürschner Hans Disner aus Neumarkt genannt.
Aus dieser Zeit stammen auch die wertvollen Wandmalereien im Speisesaal, der damals wohl zugleich als Gerichtssaal diente.

Fünf Jahrhunderte an einem Tisch
Erste Erwähnung
Erstes Wirtshaus bezeugt – einst Zollstation für die Gerichtsherrschaft Enn.
Renaissance-Fresken
Im Speisesaal freigelegt: das habsburgische Kaiserwappen mit Doppeladler.
Familie Pichler
Seit vier Generationen in Familienhand – mit Herz und Handschlag.
Im Zeichen
Kaiser Karls V.
Zentrales Element der Fresken ist das Wappen Kaiser Karls V. Auf seinem Rückweg von Bologna zog er 1530 durch Tirol zum Reichstag nach Augsburg – und machte vermutlich hier in Montan Halt.
In acht Feldern des Kreuzgewölbes verbergen sich allegorische Darstellungen; in der Mitte der Westwand prangen das habsburgische Kaiserwappen, das österreichische Bindenschild mit Herzogshut und das Tiroler Landeswappen mit Lorbeerkranzaufsatz.
Jahrhundertelang übertüncht, kamen die Malereien erst in den 1970er-Jahren wieder ans Licht und wurden 2009 fachgerecht restauriert – ein seltenes Zeugnis der Renaissance in Südtirol.
Fund aus der Mauer
Bei Arbeiten im Bereich der heutigen Küche kamen aus einer Zwischenmauer alte Waffen zum Vorschein – stumme Zeugen bewegter Zeiten, die heute zum Haus gehören.

Ein Schwert von seltener Güte
Ein Anderthalbhänder aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, über einen Meter lang und dennoch federleicht – ein Zeichen für außergewöhnliche Schmiedekunst, vermutlich Tiroler Herkunft. Bis heute ist die Klinge scharf, ihre Schmiedemarke noch mit einer Einlage aus Buntmetall erhalten. Zahlreiche Hiebscharten erzählen davon, dass mit ihr im „Langen Schwert“ gefochten wurde – dem sportlichen Zweikampf der Adeligen.

Eine Hellebarde mit Geschichte
Das gut erhaltene Eisen einer frühen Hellebarde stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Einst auf einen zwei Meter langen Schaft gesteckt, war sie die Universalwaffe des Fußsoldaten. Dass sie im Kampf zum Einsatz kam, verrät eine verbogene und wieder gerichtete Stelle am Ansatz – eine Beschädigung, wie sie nur ein echtes Gefecht hinterlässt.
Fünf Jahrhunderte Wirtsleute
Alte Ansichten
Der Gasthof und der Dorfplatz in vergangenen Zeiten. Bild anklicken zum Vergrößern.





Vier Generationen Pichler
Seit 1865 in Familienhand, seit 1928 unter dem Namen Pichler: Von Lambert und Martha über Otto und Magdalena bis zu Harald Pichler und Barbara Thaler – gelebte Gastlichkeit, weitergegeben von Generation zu Generation.






